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Apr 10

Congstar-Box freetzen…

Kategorie: Allgemein |

Abend Kinders ;)

Mal wieder was ein bisschen schreiben, auch als kleine Gedächtnisstütze, da mir das ganze Prozedere ein weiteres Mal bevorsteht.
Heute möchte ich euch kurz zeigen, wie man seine Congstar-Box (oder baugleiche Geräte, es steckt in Wirklichkeit ein Speedport W701V bzw. FritzBox 7170 drin) ‘freetzt’. Dies bedeutet, die alte Firmware kommt runter, statt dessen wird die von AVM aufgespielt, inkl. dessen Web-Interface und Einstellmöglichkeiten.

Nicht lang labern, einfach mal zeigen ;)

Die Anleitung im Forum von IP-Phone ist schon sehr detailliert, dennoch will ich hier kurz meine Herangehensweise erläutern.

Da ich nicht sofort meine Hauptbox flashen und so einen Wegfall unseres Internetzugangs riskieren wollte, musste ich zunächst etwas warten, bis die ersteigerte “Ersatzbox” den Weg zu mir nach Hause findet. Noch am selben Abend setzte ich mich dann daran, und bereitete zunächst alles vor.

Benötigt wurden ein aktuelles Linux-System (ich benutzte Ubuntu 9.10), am einfachsten erstmal in einer VM installiert. Die VM habe ich so konfiguriert, dass ich zwei Netzwerkverbindungen zur Verfügung stehen hatte: eth1 direkt an mein Kabel-LAN, an dem auch die Flash-Box hängt, eth0 dagegen NAT ohne zusätzliches Port-Forwarding, um meine Hauptbox erstmal nicht zu gefährden. Schnell Ubuntu installiert und mittels “sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade” auf den aktuellen Stand gebracht.

Nachdem dies geschehen war, lud ich mir hier das aktuelle Speed-to-Fritz-Script herunter. Entpackt auf dem Desktop, öffnete ich ein Terminal, wechselte mittels ‘cd Desktop/’ in den entsprechenden Ordner, und führte per ‘./download_speed-to-fritz.sh’ das Script das erste Mal aus. Es begann, ein paar benötigte Paktete zu installieren (z.B. SubVersion), kurz darauf sah ich auch schon die Konfigurationsoberfläche des Flash-Tools.

Hier wählte ich zunächst nur unter “Hardware Type” den “Speedport W701V”  aus. Alle weiteren Pakete interessierten mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, erstmal wollte ich schauen, was schon ohne Erweiterungen nur mit der AVM-Firmware möglich ist.

Hat man den entsprechenden “Hardware Type”  gesetzt, kann man die Konfiguration auch schon mittels “Exit” verlassen. Die folgende Abfrage mit ‘Yes’ bestätigt, beginnt das Script, die aktuelle AVM-Firmware herunterzuladen und entsprechend ein bisschen umzubasteln. Nach zwei Bestätigungen und einem Neustart der Box (sollte automatisch geschehen) wird die Firmware auf die Box geladen.

Sobald dies geschehen ist, folgt eine Meldung “You should now reboot your box. Waiting for box to shut down for restart…”. Schön und gut, ob die Box bei mir nun einen automatischen Reboot hingelegt hat kann ich nicht mehr sagen, hab ich leider nicht mitbekommen. Jedenfalls fand das Script weder nach dem evtl. eingetretenen automatischen noch nach manuellen Reboots die Box wieder. Auch ein neuer DHCP-Request wegen des neuen IP-Adress-Bereichs brachte nichts, so dass ich das Script hier zunächst abbrach. Laut Anleitung sollten noch ein paar Umgebungsvariablen gesetzt werden, jedoch läuft meine Box auch so scheinbar ohne Probleme, deswegen mache ich mir da keine großen Sorgen drum.

Doch was bringt nun das Ganze?  Ein paar Sachen, die mir bei der AVM-Firmware aufgefallen sind, die (meiner Erinnerung nach) bei der Congstar-Firmware nicht vorhanden / möglich waren:

  • mehr Informationen über den DSL-Anschluss
  • Telefonbuch
  • Weckruf
  • Rufumleitung
  • WDS mit WPA2
  • Subnetmask <> 255.255.255.xxx
  • statische Routen

Wichtig ist mir vor allem der Punkt -WDS mit WPA2-, da ich die Ersatzbox gerne zunächst als Repeater einsetzen wollte und WEP nicht “mehr” wirklich zeitgemäß ist.

Sicher habe ich noch einiges übersehen, werde demnächst mal beide Web-Interfaces direkt vergleichen. Muss ich dann aber machen, bevor ich die Hauptbox flashe ;)

Auf alsbald

prunkster



von Prunkster | Über den author:

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Kommentare



2 Kommentare

  1. 1 Björn on Mai 9, 2010

    Also Marc hat mir auch vom “fritzen” erzählt und ich wollte es mit meinem 503V versuchen, aber ich bin genau an dem Punkt hängen geblieben wie auch du. Leider war danach trotzdem nicht die AVM-Firmware drauf :(
    Ich werde es bei Gelegenheit noch mal probieren, hatte nur eine Linux-Vm am laufen, evtl. lag es daran.

  2. 2 Prunkster on Mai 17, 2010

    Hi Björn!
    Hab das ganze nun mit meiner zweiten Box auch vollzogen, was mir dabei aufgefallen ist: am besten immer die Box statt den (angeblichen) Neustarts resetten lassen, am besten über das Webinterface. Beim Neustart der Box ist scheinbar nicht garantiert, dass die Box FTP-Verbindungen zum Upload der neuen Firmware entgegennimmt, bei einem Reset und der damit verbundenen Reinitialisierung dagegen schon.

    Evtl. hilft es auch, vor dem Flashen die IP der Box auf die von AVM standardmäßig vorgesehene 192.168.178.1 zu setzen, dann darf die Box aber beim ersten Neustart auch wirklich “nur” neu gestartet werden (sonst ist das Setting wegen dem Reset ja unnütz ;) )

    Wenn das alles nicht hinhaut, kann man noch versuchen, das fertige Firmware-Image per Webinterface einzuspielen… Hab ich aber beim ersten Flash leider nicht probiert, immer nur hinterher die angepassten Images…

    Falls es auch dann nicht will wie es soll, sag mal Bescheid, setzen uns dann mal zusammen und basteln ;)

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