17
Jul 09

SuperMicro X8ST3-F & das IPMI-Modul…

Kategorie: Allgemein |

Man denkt meistens, mit neuer Hardware wird alles besser. Wenn man jedoch schon Probleme hat, bevor der eigentliche Umbau begonnen hat, ist dies höchst frustrierend. So ergang es uns in den letzten beiden Tagen. Für einen neuen Server setzen wir das SuperMicro X8ST3-F ein, welches auch über ein IPMI-Modul verfügt. Hiermit ist es uns möglich, den Rechner über das Netzwerk so zu bedienen, als ob wir tatsächlich lokal davor säßen.
Doch schon bei der Einrichtung ging das Gewusel los. Laut Handbuch sollte man im BIOS das entsprechende Konfigurationsmenü aufrufen und die IP, Netmask und Standardgateway seinen Wünschen anpassen. Die IP Address Source sollte man zu diesem Zweck auf Static stellen (und somit DHCP deaktivieren). Der entsprechende Menüpunkt war allerdings nicht verfügbar, und ein manuelles Setzen der IP wurde auch prompt mit dem Zurücksetzen quittiert.
Nachdem der Server das erste Mal durchstartete, schien auch erst das IPMI-Modul angesprungen zu sein, immerhin hat es sich nun doch vom DHCP eine Adresse zuweisen lassen. Im BIOS war ein Ändern weiterhin nicht möglich.

Nächster Schritt war nun, sowohl das Interface als auch das BIOS auf die aktuellen Versionen upzudaten. Beim IPMI-Modul stellte dies kein Problem dar, einfach auf den entsprechenden Menüpunkt im Web-Interface, und schwupps war das Update drauf. Beim BIOS erwies sich dies als etwas schwieriger. Da das Update knappe 4MB groß war, konnten wir es natürlich nicht per Diskette einspielen. Hätten sowieso keinen Rechner mehr mit Floppy gehabt, also Schwamm drüber ;) Dank des “Virtual Floppy Drive” Tools in Kombination mit dem “HP USB Disk Storage Format Tool” konnten wir uns einen USB-Stick bootfähig machen und darüber schließlich das BIOS-Update einspielen.

Schön und gut, alles lief nun auf den aktuellen Versionen. Auch die IP ließ sich nun im BIOS zuweisen, der vermisste Menüpunkt des Auswählens zwischen DHCP und Static existierte nun auch.

Unser nächster Schritt war es nun, die Authentifizierung gegen das AD einzuschalten. Leider gab es keinen Menüpunkt dafür, nur für LDAP-Authentifizierung (wie wir später feststellten, gab es den Menüpunkt für AD sehr wohl, leider arbeiteten wir scheinbar noch mit den gecachten Seiten, daher war er für uns nicht sichtbar). Nach dem Eintragen der Daten und dem Übernehmen hing sich das Web-Interface komplett auf, das IPMI-Modul war per Ping jedoch weiterhin erreichbar. Also war ein Reboot des sich auf dem IPMI-Modul befindlichen Webservers nötig. Den Versuch, die LDAP-Konfiguration wieder zu deaktivieren, wurde abermals mit einem Einfrieren des Web-Interfaces “belohnt”. Solange man nicht auf die LDAP-Konfiguration klickte, war alles in Ordnung. Ein Zurücksetzen mittels “ipmicfg -fd” brachte ebenfalls keinen Erfolg.

Letzter probierter Schritt, das Firmware-Update ein weiteres Mal einzuspielen und die Konfiguration überschreiben zu lassen, brachte schließlich Erfolg. Es mussten zwar alle Einstellungen erneut eingetragen werden, aber jetzt läuft alles so wie es soll. Die AD-Authentifizierung haben wir jetzt zwar noch nicht eingerichtet, aber mal schauen, ob wir es überhaupt benötigen.



von Prunkster | Über den author:

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